Evelin Camponovo

Betreuung direkt nach der Geburt bis ins Kleinkindalter

 

 Familienbett:

Ist der normale Schlafplatz eines Babys oder Kindes, wenn es für die Familie passt.

 

Menstruation:

Wann Sie Ihre Menstruation nach der Geburt wiederhaben, ist sehr unterschiedlich. Es kann 1 Monat oder mehrere Jahre dauern.

Nach der Geburt haben viele Frauen ein Problem, Tampons zu tragen, sofern Sie keine Binden oder Stoffbinden bevorzugen, empfehle ich Ihnen die Menstruationstasse. Es gibt mittlerweile sehr viele Marken, aus der Sie passend zu Ihrem Beckenboden, Ihrem Muttermund und Ihrer Blutungsstärke auswählen können.

  

Nichtgestillte Kinder:

  • Füttern Sie Ihr Kind nach Bedarf. Ja, es darf auch nach einer halben Stunde wieder trinken.
  • Wechseln Sie die Seiten wie bei einem gestillten Kind, das ist wichtig für die Augen-Mund-Koordination.
  • Lassen Sie das Kind bei Bedarf aufstossen, evtl. auch während der Mahlzeit, flaschenernährte Kinder schlucken meist viel Luft.
  • Wählen Sie eine Flasche aus Glas (aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen) und einen sehr weichen Sauger Grösse S (aktives Saugen, ausreichend Zeit zum Trinken, Saugbedürfnis stillen) mit einem möglichst ovalen Durchmesser (aber die Geschmäcker der Kinder sind da sehr verschieden, es gibt nicht die perfekte Flasche, auch wenn die Werbung etwas anderes sagt ;-) ).
  • Im gesamten ersten Lebensjahr reicht Pre-Nahrung aus, nur in Ausnahmefällen, wenn ein Kind länger als 1 Woche über 1 Liter Pre-Milch trinkt, können Sie auf Nummer 1 wechseln. Alles anderen Milchen sind absolut unnötig.
  • Haben Sie ein Kind mit einem Reflux oder einem anderen Ernährungsproblem, sprechen Sie mir Ihrer Still- und Laktationsberaterin (auch wenn Sie nicht stillen, wir sind dafür ausgebildet) oder Wochenbettbetreuung, in diesen Fällen gibt es Spezialmilchen.

 

 

Schlafen:

  • Das Kind zieht nie freiwillig aus dem Familienbett aus: stimmt nicht.  Zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr wird das Kind das Angebot eines eigenen Bettes annehmen, dafür sorgt seine Entwicklung der Selbständigkeit, wenn es reif ist und sein Bedürfnis nach Nähe immer befriedigt wurde.

 

Stillen:

  • Die WHO empfiehlt, Kinder 6 Monate ausschliesslich zu stillen und dann mindestens bis zum 2. Lebensjahr weiterzustillen mit geeigneter Beikost.
  • Die bisherigen Infos, das Risiko einer Zöliakie sei vermindert, wenn man so früh wie möglich Gluten zuführe, hat sich nicht bestätigt. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60337/Zoeliakie-Stillen-und-fruehe-Gluten-Exposition-ohne-protektive-Wirkung
  • Stillen nach Bedarf, jedes Kind hat ein anderes Trinkverhalten. Es gibt durchaus Kinder, die einen eigenen Rhythmus mit längeren Pausen von selbst entwickeln, aber die meisten Kinder trinken vor allem anfangs sehr häufig, stillen Sie Ihr Kind, lassen sie es nicht eine gewisse Zeit warten, bis Sie ihm wieder die Brust anbieten.